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Songtexte

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Die Band kommt aus dem grünen Münsterland und hat hier noch ein zweites Standbein, bei dem sie ihre Herkunft nicht verleugnen kann: Plattdeutsche Lieder, z. T. mit irischen Melodien. Für diesen Teil ihres Repertoires haben sie einen zweiten Namen: „Kattenmiege“. Was das heißt, erfahren die Zuhörer bei den Konzerten, bei denen wir auch plattdeutsch singen....

Für einige plattdeutsche Songs haben wir eigene Texte verfasst oder bearbeitet, die sich mit dem Leben und den Bräuchen der Gegend hier befassen. Hier waren einiger Schweiß, viel Bier und die Vergewaltigung etlicher Wörter nötig ( immer nach dem Motto: los, reim dich endlich ). Für eine korrekte Rechtschreibung wird natürlich keine Haftung übernommen, denn selbst nach der neuen Rechtschreibreform gibt es kein einheitliches Plattdeutsch.

 

 

Förbuten up´t gröne Land

 

Melodie: "The Star of the County-Down", trad. irish
Text: Holger & Hermann Beeke

In diesem Lied wird das Leben auf dem Bauernhof mit all seinen Tücken und Freuden etwas genauer unter die Lupe genommen. Entstanden ist das Lied etwa 1996, als Hermann und Holger wieder einmal nicht wußten, was sie mit einer vollen Kiste Bier anfangen sollten. Einige Stunden später war die Kiste leer und das Lied stand in seinen Grundzügen. Allerdings musste es danach noch in die Melodie des traditionellen irischen Songs gequetscht werden, so daß es überhaupt "singbar" wurde. Übrigens ist es hierzulande tatsächlich Tradition, auf Beerdigungen Streuselkuchen zu essen und mittags ein ausgiebiges Mittagsschläfchen zu halten.

 

1. Wenn´t morgens al no Kohstall rück
Un´n Hahn van´n Hopen kräiht,
Den Bur ut siene Laken krüp
Un ut de Bettstatt kläit.

Dann krüpp he in´ne Stewel rin
Löt de Pantoletten stoan
Kippt vörher gau 'ne Koffi rin
Un löt noch eene goan.

Et giv nix Schöners as ne Hof
Hier is Ile noch nich bekannt
De Lö de kürt noch Platt un groff
Hier förbuten upt gröne Land.

 

2. He löt de Höhner ut eer Lock
Foart Runkel an de Schwin
Fret söis ne Handfull ut´n Trog
Löt de Tiet nich ielig sin.

Ful lewer fret he aber Flees
Is egal ov van Koh ov Schwin
Un kümp he mongs met Schmacht an´n Dis
Dröf´t ok wal es van bäiden sin.

Et giv ...

 

3. Un kürt den Bur van´t schöne Korn
Däch´ an´t supen, nich an´t schnien
Löt he de Säise lewer stoan
Löt´t dör de Kehle glien.

In´n middag hölt he´n Middagsschlöp´
He lig löi up de Lieg´
Doch wat is dat för´n fiesen Röck
All´s natt van Kattenmieg´.

Et giv ...

 

4. Mongs häv de Frou eer´n Kerl verlor´n
Dann lig he nackt int Heu
Bie t´Liesken met de groten Ohr´n
Dat is so hele moi.

Wenn´t hell wöt, un et is vollbracht
In´t Ehebedde schnell
Huch Gott, do wöt de Olle wack
No krig he wat up´t Fell.

Et giv ..

 

5. Öhm Hennok de löp dör de Diel´
Un söch no siene Tand´
Un markt gar nich in siene Il´
He häv se in´ne Hand

He is boll nengzig, wat ne Dull´n
Kann supen, pupen, Skat
Mag Froulöh ok, un fulle Pull´n
Un ne kross gebrote Schwart´.

Et giv ...

 

6. Un bit he dann in´t gröne Grös,
Giv´t Streuselkoken satt.
Man is ja nich bi arme Lö
Hier giv´t noch richtig wat.

[ ... ]

Et giv ...

 

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Wat will, dat kümp ...

 

Melodie: "The great song of indifference", Bob Geldof
Text: Hermann und Holger Beeke

 

Wat will, dat kümp... befasst sich mit einer alten Tradition hierzulande. Seit unserer Väterväterväterväter Zeiten setzen sich nämlich alle Männer der Gemeinde am Sonntag nach dem Kirchgang zu ein bis zwölf Bierchen zusammen in die nächste Kneipe. Der Ausspruch "Een kott, een lang", also "Einen kurz, einen lang" bezeichnet die Sitte, zu jedem Bier einen Weizenkorn zu trinken, was die Stimmung merklich steigert. Bis zum Mittagessen müssen die Herren der Schöpfung allerding wieder bei ihren Frauen zuhause am Herd sein, aber bis dahin haben sie ohnehin vergessen, was der Pastor gepredigt hat. Getreu diesem Motto: "Is us doch schitegal" entstand 1998 auch dieser Text von Holger und Hermann unter der Einwirkung des ein oder anderen Bierchens. Die Strophe, in der die Angetrunkenen vom Fahrrad fallen, verarbeitet darüber hinaus wahre Begebenheiten einiger, nicht ganz trinkfester Bekannter (Prost Gebrüder Menker).

 

1. Et is weer Sundag, 11 Ühr dör
Dor stoaht se vör de Karkendör
De Präk was lang, dat giv gut Doast
Een Bierken un dann Proast

"Een kot, een lang, een lang, een kot
Wat will, dat kümp, wat mot, dat mot."
So ropt se laut dör'n ganzen Saal:
"Is us doch schitegal !"

Na na na na ......

 

2. Et kommt de ersten Körnkes dran
Een Bier debie, een kot, een lang.
Et wöt vull woast, et wöt vull lacht
De Dönnte, de kümp sacht´.

"Een kot, ...

 

3. Jetz´ kummt de Karten up´n Dis.
Den ersten Solo, de geht mis.
In´n Buck wöt ok noch dübbelt tellt
Un weg is´t Husholtsgeld.

"Een kot, ...

 

4. Et wöt vull kürt van Politik:
"Joschka is grön un Kohl is dick !"
Den tienten Korn kümp in´ne Hand,
De is noch dübbelt brannt.

"Een kot, ...

 

5. So langsam is´t ok een Ühr dör
De Frao an´use ahnt't Malör
Ker, wat se supt, se schwankt un wippt
Bol ut de Latschen kippt.

"Een kot, ...

 

6. Se föhrt no Hus, trät in´t Pedal
Un kriegt sick dann ok noch dedal´.
Schlot sick bi´t Fall´n de Nösen an,
Woför den Korn nix kann.

"Een kot, ...

 

7. Un nächsten Sundag, 11 Ühr dör
Stoaht se weer vör de Karkendör.
Den een ov annern häv wer Doast
Een Bierken un dann Proast.

"Een kot, ...

 

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Mien Broar Alois

 

Melodie/Text: trad. westfälisch
Arr.: Hermann Beeke

Dieses echt traditionelle westfälische Lied hörten wir zum ersten mal von unserem "Mentor" Andy, dem wir den Text und die Melodie dieses Stückes verdanken. Es war eines unserer ersten plattdeutschen Stücke und wurde nach und nach durch weitere Recherchen auf die heutige Länge ergänzt. Das Wort "Alois" wird in unserer Gegend übrigens wie "Alwis" gesprochen und bevor das grosse Rätselraten anfängt: Ein "Wostepin" ist eine früher gebräuchliche Buchenholz-Nadel, mit der man nach dem Schlachten die Enden einer Wurst verschließen konnte. Mit einer "Fietzbohn-Stang" bewahrte man im Garten die Brechbohnen davor, umzuknicken, und als "Ovenpiep" bezeichnete man ein Ofenrohr. Ein "Hosenband" würde man heute als Strapse bezeichnen und der "Teggenbuck" ist natürlich ein Ziegenbock.
 

1. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Perd, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Teggenbuck:

Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne schöne Riederie,
Oh, dat was ne schöne Riederie.

 

2. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Sattel, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick 'n Kabbesblatt:

Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne schöne Riederie,
Oh, dat was ne schöne Riederie.

 

3. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Helm, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Piesepott:

Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

4. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kine Rüstung, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Ovenpiep:

Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

5. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Schild, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Lokusdör:

Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

6. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Schwert, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Wostepin:

Wostepin, vörne hin,
Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

7. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Speer, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Fietzbohn-Stang':

Fietzbohn-Stang', in'ne Hand,
Wostepin, vörne hin,
Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

8. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kin Boart, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sick ne Statt van'n Has':

Statt van'n Has', ünner de Nas',
Fietzbohn-Stang', in'ne Hand,
Wostepin, vörne hin,
Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

9. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kine Töggel, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he Moder's Hosenband:

Hosenband, in'ne Hand,
Statt van'n Has', ünner de Nas',
Fietzbohn-Stang', in'ne Hand,
Wostepin, vörne hin,
Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne ...

 

10. Mien Broar Alois, de woll dat Rieden lern'n
Doa häd he kine Fahne, doa konn he auk nix werd'n.
Doa nomm he sik 'n Beddelaken:

Beddelaken, an'n Staken
Hosenband, in'ne Hand,
Statt van'n Has', ünner de Nas',
Fietzbohn-Stang', in'ne Hand,
Wostepin, vörne hin,
Lokusdör, vörne vör,
Ovenpiep, över'n Lief,
Piesepott, up 'n Kopp,
Kabbesblatt, vör dat Gatt,
Teggenbuck, Alois drup.

Oh, dat was ne schöne Riederie,
Oh, dat was ne schöne Riederie.

Oh, dat was ne schöne Riederie,
Oh, dat was ne schöne Riederie.

 

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